Spielwaren & Kinderartikel

Eine Auswahl an Badespielzeug

Das Kantonale Labor prüft regelmässig verschiedenste Aspekte der Sicherheit von Spielwaren und anderen geregelten Produkten für Kinder. Insbesondere die mechanischen Eigenschaften, die chemische Zusammensetzung oder das Brennverhalten dürfen die Gesundheit der Kinder nicht gefährden.

Die Spielzeugverordnung (VSS) wurde an das Europäische Recht angepasst. Damit wurde auch in der Schweiz das Schutzniveau für Spielwaren erhöht. Die revidierte Verordnung ist am 1. Oktober 2012 in Kraft getreten. Die Verordnung und notwendige Erläuterungen dazu finden sich auf der Homepage des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV.

Spielwaren

Die Anforderungen an Spielwaren sind in der Verordnung über die Sicherheit von Spielzeug (Spielzeugverordnung, VSS) geregelt.

Als Spielzeug in diesem Sinne gelten alle Produkte, die dazu gestaltet oder offensichtlich dazu bestimmt sind, von Kindern bis 14 Jahren zum Spielen verwendet zu werden. Zu Konkretisierung der Sicherheitsanforderungen sind in der VSS unter Anderem diverse technische Normen für die Sicherheit von Spielzeug der Serie EN-71 aufgeführt.

Von Spielwaren kann durch ihre physikalischen und mechanischen Eigenschaften beim Gebrauch eine akute Gefährdung für die Gesundheit ausgehen. Von Säuglingen und Kleinkindern werden Spielwaren nicht nur mit den Händen, sondern auch mit dem Mund erforscht. Entsprechend diesem Gebrauch müssen Spielwaren für Kinder unter 3 Jahren besonders sorgfältig hergestellt und geprüft werden. Zum Beispiel darf das Spielzeug keine scharfen Kanten aufweisen und es dürfen keine verschluckbaren Kleinteile entstehen, wenn das Spielzeug auf den Boden fällt. Es ereignen sich immer wieder Unfälle bei denen Kinder durch Kleinteile ersticken oder durch Schnüre erwürgt werden. Das Kantonale Labor kontrolliert regelmässig, ob die Hersteller durch Einhalten der einschlägigen Vorgaben die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls minimieren.

Auch die Brennbarkeit von Spielwaren kann eine akute Gefahr darstellen. In Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Labor Basel-Landschaft werden zum Beispiel Kinderkostüme auf ihr Brennverhalten überprüft – brennen Sie zu schnell, müssen Sie aus dem Verkehr genommen werden.

Letztlich werden auch chemische Parameter bei Spielwaren untersucht. Schwermetall- und Weichmachergehalte gaben in der Vergangenheit wiederholt zu Beanstandungen oder Presseschlagzeilen Anlass, was zu einer stärkeren Überprüfung führte. Nicht zuletzt darum enthalten Spielwaren heute weniger kritische Schwermetalle und Weichmacher. Die mögliche Palette von weiteren problematischen Inhaltsstoffen ist aber gross und erfordert eine laufende Kontrolle. Solche Substanzen können beispielsweise über den Speichel des Kindes herausgelöst und verschluckt werden, wenn das Spielzeug in den Mund genommen wird.

Aus diesen Gründen haben die Gesetzgeber in der Schweiz und Europa vorgesehen, dass wer Spielzeug herstellt oder importiert, eine Konformitätserklärung vorlegen können muss, aus welcher hervorgeht, dass das Spielzeug den wesentlichen Sicherheitsanforderungen entspricht. Die Hersteller sind zudem angehalten, bei Ihren Zulieferern Ausgangsmaterialien mit einer konstanten Qualität zu fordern.

Kinderartikel

Gebrauchsgegenstände für Säuglinge und Kleinkinder sind gemäss den gesetzlichen Vorgaben dazu bestimmt, bei „Säuglingen den Schlaf, die Entspannung, die Hygiene oder die Mahlzeitenzufuhr zu fördern.“ Es handelt sich dabei um Gegenstände wie Schnuller (Nuggis), Beissringe, Sauger, Trinkflaschen, Windeln etc. Diese Regelung betrifft insbesondere die Phthalat-Weichmacher. Nachdem diese in Spielwaren verboten sind, ist es naheliegend, dass sie zum Beilspiel in Beissringen auch nicht erlaubt sind.

Kleidung für Kinder bis 14 Jahren unterliegt einer Vorschrift, welche die Länge der Kordeln und Zugbänder regelt. Sind diese zu lang oder falsch beschaffen, besteht die Gefahr des Hängenbleibens an öffentlichen Verkehrsmitteln, Rolltreppen, Rutschen, Fahrrädern oder dergleichen. Die konkreten Anforderungen an die Kordeln und Zugbänder bei Kinderkleidern wurden in einer Europäischen Norm festgelegt. Diese Norm ist neben vielen anderen in der Humankontaktverordnung (Verordnung über Gegenstände mit Humankontakt) explizit aufgeführt und - wie alle Normen - nur käuflich bei der Schweizerischen Normenvereinigung (SNV) erhältlich. Beim Kantonalen Labor Zürich oder beim Bund können aber alle Normen, die in der Lebensmittelgesetzgebung aufgeführt werden, auf Anfrage kostenlos eingesehen werden.